Vier Reformationen. Die Reformation in Deutschland, Schweiz, Frankreich und im Katholizismus

Fiktive Tafelrunde der Reformatoren (Gemälde von 1625-50)

Vier Vorlesungen, jeweils Freitag, 28.4. bis 19.5.2017; 09:30 bis 11 Uhr, Katharinensaal (Katharinengasse 11, im Stadtzentrum)

Von "zwei Reformationen" sprach der Kirchenhistoriker Heiko Oberman, um die Unterschiede im Wirken von Calvin und Luther und in ihrer Wirkungsgeschichte hervorzuheben. Im Anschluss daran trägt die Vorlesung den Titel "Vier Reformationen". Die Reformationen in Deutschland (Luther), in der Schweiz (Zwingli), in der frankophonen Welt (Calvin) und in der katholischen Kirche (Konzil von Trient) waren vielfältig miteinander verbunden. Zugleich haben sie Eigendynamiken entwickelt und ausgeprägte Differenzierungs- und Abgenzungsprozesse ausgelöst, welche die bis heute bestehende Separierung der christlichen Konfessionen bewirkt haben.

Mit der Besprechung der "katholischen Reformation" wird der häufig vergessene bzw. verdrängte Tatsache Rechnung getragen, dass die römisch-katholische Kirche im Verlaufe des 16. Jahrhunderts tiefgreifende Erneuerungen erfahren hat und so in gewisser Weise auch als Reformationskirche gelten kann.

Im Kontext des 2017 beginnenden 500-Jahr-Jubiläums der Reformation vermittelt die Vorlesung einen historischen und theologischen Überblick.

28. April 2017: Die Anfänge - Die Reformation in Deutschland (Unterlagen)

5. Mai 2017: Zwingli und Vadian - Die Reformation in der Schweiz (Unterlagen)

12. Mai 2017: Calvin und die Reformation in Frankreich (Unterlagen)

19. Mai 2017: Gegen-Reformation - Die Reformation in der römisch-katholischen Kirche (Unterlagen)